Bienenwachs

Foto: Michel Collette

„Eine Biene beschämt durch den Bau ihrer Wachszellen manchen menschlichen Baumeister.“Karl Marx

Bienenwachs (Cera flava) besteht zum Großteil aus Myricin (Gemisch von Estern langkettiger Alkohole und Säuren). Enthaltenes Propolis sowie Pollenöl (welches Carotin enthält) verleihen ihm seine gelbe Färbung. Frisch aus den Wachsdrüsen am Hinterleib der Biene ausgeschwitzt, ist Bienenwachs anfänglich noch farblos. Erst mit der Zeit erhalten die Waben ihre typische Farbe und Geruch.

Die Bienen überziehen zur allgemeinen Stockhygiene ihr Wabenwerk regelmäßig mit einer ganz feinen Schicht Propolis. In die Wabenzellen eingelagerte Pollen sowie die nach dem Schlüpfen der Brut in den Zellen zurückbleibenden Nymphenhäutchen bewirken, dass die Waben in einem Bienenstock von Jahr zu Jahr immer dunkler werden.

Bienenwachs wird zwischen 25 und 40 Grad Celsius weich, weshalb es sich gut in der Hand kneten lässt. Zwischen 62 und 65 Grad wird Bienenwachs flüssig. Es besitzt die besondere Fähigkeit, zu trennen als auch zu verbinden: So ist es z. B. einerseits bei gelatinehaltigen Lebensmitteln – wie z. B. Gummibärchen – Trennmittel (als E 901 deklariert), andererseits findet es Verwendung als Emulgator in der Salbenherstellung.

Foto: Michael Hirten

Von den physikalischen Eigenschaften des Bienenwachses steht seine Fähigkeit, Wärme zu speichern, im Mittelpunkt.

Den Rohstoff für ihr Wabenwerk nehmen die Bienen aus dem in ihrer Nahrung enthaltenen Zucker. Die erforderliche Zuckermenge ist abhängig vom geographischen Standort, der Stärke des Volkes und variiert von Rasse zu Rasse. Ca. 6-7 kg (im Nektar nur anteilmäßig enthaltener) Zucker werden durchschnittlich benötigt, um 1 kg Wachs zu produzieren.

Bienenwachs ist über den Zucker der Pflanzen gewissermaßen geronnenes Sonnenlicht und -wärme. Diese Wärme lässt sich über äußere Anwendungen dem Patienten zuführen.

Quelle: https://www.mellifera.de